Lapaz und die Yungas Boliviens

Ein Grenzübergang in Bolivien ist immer recht lustig. Diesmal mussten wir unsere Dokumente selber in einem kleinen Copyshop neben der Grenze erstellen und drucken, obwohl die Grenzbeamten trotzdem nochmal alles ändern. Die Polizei wollte auch Bestechungsgeld sehen, aber nach einem zehnminütigem Blickduell mit dem Kommissar, fuhren wir ohne zu zahlen weiter.
In Copacabana trafen wir am Strand des Titicacasees, zwei T2. Mit den argentinisch/spanischen Fahrern verbrachten wir den Tag und aßen am Abend, zusammengequetscht im winzigen T2, während es außen gewitterte. Eine kurze Bootsfahrt später, waren wir auf der Isla del Sol. Die kleine Insel mit ihren Ruinen und kleinen Bewohnern, liegt mitten im Titicacasee auf 3700 Metern. Wir kletterten über die steilen Terrassen der Insel und blickten über den riesigen See.
Am nächsten Tag ging es, mit einer kleinen Fähre aus Holz weiter nach La Paz. Auf einem Campingplatz reparierten wir Kleinigkeiten am Erf und nähen stundenlang unsere Vorhänge. Nach fünf Monaten ist es jetzt endlich dunkel in der Früh und wir wachen nicht mehr beim ersten Sonnenstrahl auf. Die Innenausstattung wurde außerdem noch mit einer Gasflasche und einem Kocher erweitert, sodass wir jetzt auch warm essen können. Die Seilbahn der Stadt brachte uns über die Häuser hinweg in die tieferen Ebenen des riesigen Häuser-Kessels.
Direkt hinter La Paz liegt dann die gefährlichste Straße der Welt. Im Frühnebel führen wir die engen Serpentinen hinab. Die Todesstraße ist auf der einen Seite von einer senkrechten Felswand und auf der anderen Seite von einem mehreren hundert Meter tiefen Abgrund begrenzt. Außerdem wird die Straße von Wasserfällen überflutet und mit Gegenverkehr wird es dann schon sehr eng. Am Ende der Straße verbrachten wir eine Nacht und sprühen am Morgen die Felgen bunt und die Außenspiegel in Deutschlandfarben.
Unser Weg führte uns immer weiter in den Norden nach Rurre. Mittlerweile sind wir mitten im Dschungel und Moskitos fressen uns auf. Wir verließen Bolivien nach einem kurzen Besuch bei der Polizei, die den Andy aufgrund seiner aggressiven und gefährlichen Fahrweise aus dem Verkehr gezogen hatten. Darum verpassten wir die erste Fähre und warteten im Regen auf die Nächste.

10.05.17 Isla del So

10.05.17 Isla del Sol

11.05.17 T2-Amigos

11.05.17 Fähre auf dem Titicaca

12.05.17 Gardinen im Erf

13.05.17 Lapaz Gondelstation

13.05.17 Lapaz Gondelstation

13.05.17 Parade in Lapaz

 

14.05.17 Todesstraße

14.05.17 Todesstraße

14.05.17 Todesstraße

14.05.17 Todesstraße

15.05.17 Sprayen I

15.05.17 Sprayen II

17.05.17 Warten auf Baustelle am Fluss

17.05.17 Warten auf Baustelle am Fluss

17.05.17 Durchschnittliche Straße

17.05.17 Tapire an der Straße

19.05.17 Papagaien

19.05.17 Papagaien

19.05.17 Papagaien

2 Comments

  1. Nora

    Was für ein abenteuerlicher Reiseabschnitt!!! Schade, dass gerade kein Filmteam auf der Yungas Strasse unterwegs war, der bunte ERF und ihr zwei schwarzfüßige German guys wärt sicher ein interessanter Beitrag gewesen 🙂 !
    Und dass ihr euch doch noch zum Nähen der Gardinen entschlossen habt…. 😀

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